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Im Verwaltungsbereich wie auch in Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft herrscht in der Bachstrasse ein Frauenüberschuss. Und da „passiert“ es natürlich auch, dass sich mal Nachwuchs ankündigt und eine Mitarbeiterin für einige Zeit nicht im Haus ist.
So geschehen bei unserer Pflegedienstleitung Sylwia Kunst – bereits zum zweiten Mal wurde sie in der Zeit von Eva Swigon vertreten. Jetzt sind beide wieder im Dienst und standen für ein Interview bereit.

Sylwia, zurück in der Bachstrasse – hast Du uns vermisst? Wie hast Du die Zeit ohne den Arbeitsalltag erlebt? Gab es Unterschiede zwischen der ersten Abwesenheit und jetzt der aktuellen?
Sylwia: Natürlich habe ich mein sogenanntes zweites Zuhause vermisst, aber auch in dieser Abwesenheit habe ich regelmäßig Kontakt zur Bachstrasse gehalten. Herr Brill hat mich desöfteren zu Teamsitzungen, aber auch zu den Mitarbeiterveranstaltungen eingeladen. Somit habe ich über die ganze Zeit den Kontakt zum Haus und allen Mitarbeitern halten können.
Aufgrund der Geburt meines zweiten Kindes und der neuen Familiensituation war ich Zuhause sehr eingebunden und habe die Zeit mit meiner Familie sehr genießen können.  Da ich in dieser Zeit den unterschiedlichen Ansprüchen meine Kinder gerecht werden musste, blieben während dieser Elternzeit nicht so viel Möglichkeiten, meine Kollegen zu unterstützen.
Nunja, Elternzeit ist ja auch für die Familie zu Hause gedacht und nicht, um weiterhin regulär zu arbeiten… Sicherlich ist es für beide Seiten toll, wenn auch während der Abwesenheit ein guter Kontakt bestehen bleibt – erleichtert das doch den Wiedereinstieg deutlich.

Eva, Du hast Sylwia vertreten und damit Deine eigentlichen Aufgaben als Kopfschwester gegen die der Pflegedienstletung getauscht – auch bereits zum zweiten Mal. Gefällt Dir auch dieses Tätigkeitsfeld oder bist Du froh die Verantwortung wieder abzugeben?
Eva: Auch in dieser Elternzeit habe ich Sylwia gerne vertreten und konnte wieder viele neue Erfahrungen sammeln. Trotzdem freue ich mich, jetzt – gemeinsam mit Sylwia – viele neue Ziele und Projekte erarbeiten zu können. Die Pflege ist immer in Bewegung. Jetzt gibt es Pflegegrade anstatt Pflegestufen, neue Begutachtungsrichtlinien und ein neues Dokumentationssystem, da kommt keine Langeweile auf. Jetzt können wir diese Projekte mit unserem Team angehen und umsetzen.

Ihr beide habt für diese Rückkehr eine andere Vorgehensweise vereinbart. Was genau habt Ihr anders gemacht als nach Sylwias erster Schwangerschaft und warum?
Eva: Wir haben uns darauf geeinigt, dass Sylwia sich in der ersten Zeit auf pflegerische Tätigkeiten konzentriert um neue Vorgehensweisen, neue Mitarbeiter und die neuen Bewohner kennenzulernen. Was uns auszeichnet, ist dass wir als Leitung sehr gut über unsere Bewohner bescheid wissen und somit Arztpraxen, Apotheken, Fachärzten, Sanitätshäusern und weiteren Partner schnell und kompetent antworten können.

Das heißt also sowas wie Start von der Basis aus und nochmal mit einem Blick „von Aussen“ die Abläufe betrachten, Kollegen und Bewohner kennenlernen und dann zurück in die Verwaltung?
Richtig, genauso haben wir uns das vorgestellt und es funktioniert bis jetzt ganz gut.

Wenn Ihr beide so auf die Zeit zurück blickt, was ist Euch besonders in Erinnerung geblieben bzw. was ist erzählenswert?
Auch in der Zeit von Sylwias Abwesenheit, bestand immer die Möglichkeit des Gedankenaustausches und der Abstimmung bestimmter Vorgehensweisen.

Das sind doch wirklich interessante Einblicke – vielen Dank für Eure Zeit für dies Interview und vielen Dank für Euren Einsatz!